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Korea Reisen



Koreanische Kultur

Korea und seine traditionelle Musik

Wer nach Korea im asiatischen Kontinent reist, dort Land und Leute kennenlernen will, der sollte in jedem Fall auch was von der Kultur erfahren. Speziell die Musik hat dort ihre ganz eigene, expressive Ausdruckskraft. Sie ist geprägt von starken Emotionen, die das Leid und die wechselvolle Geschichte eines Landes widerspiegeln, das wie kein zweites hohen Wert auf Distanz, Gesicht und Umgangsformen legt. Dennoch: Es gibt Unterschiede. Die koreanischen Bauern, das einfache Volk, bevorzugten schnelle, abgehackte Klänge, die trotz alledem an Harmonie und Melodiosität nicht zu überbieten waren und sind. Das eint sie mit der Folklore bei Hofe, die gewollt elegant, gesetzt und, ja, ein bisschen abgehoben zu klingen imstande ist.

Die Stimme ist ein Hauptinstrument der traditionellen Musik aus Korea. In ihr kann man vieles wiedererkennen was die persönlichen Empfindungen, Wohl und Wehe des koreanischen Volkes erzählt. In Korea selbst ist man sehr auf eine Modernisierung der alten Klänge bedacht. So benutzen die heutigen Volkstanz- und Musikgruppen gerade der jüngeren Generationen oft Elemente aus dem Breakdance, elektronische Beats, um ihr Althergebrachtes etwas auf zu peppen. Auch wenn wohl oft amerikanische Rhythmen die Schnellrestaurants in den Metropolen beherrschen – es ist gut, dass die Traditionen eines Landes gewahrt bleiben. So ist das in Korea wie überall auf der Welt.

Koreanische Musik – die perlt und schmeichelt sich in die Gehörgänge. Es gibt zwei verschiedene Arten der traditionellen Klänge: Zum einen ist da der Jeongak, die genau festgesetzte Musik bei Ritualen, Ereignissen wie Militärmärschen, bei Hofe oder die Kammermusik. Es macht nicht nur Spaß, diesen Klängen zu lauschen, nein, es begeistert geradezu. Denn so feinsinnig und sensibel, wie die Koreaner hierzulande gelten, so unberührt, freigeistig kommt auch ihre Musik daher. Auch dem Minsogak ist etwas abzugewinnen. Auch wenn es in dieser asiatischen Form der Folkloremusik erheblich ruppiger, improvisierter, ja, intensiver zugeht. Hart geschlagene Trommeln spielen dort eine wichtige Rolle.

Auch andere traditionelle Instrumente sind nicht minder schlagkräftig. Wie der Gong! Aber auch Blasinstrumente entfalten ihre ganz eigene, ohrenbetäubende Wirkung (bläst man sie nicht sacht und weich). Da ist die Piri aus Bambus, die Schalmei aus Metall, oder die Gefäßflöte Hun. Saiteninstrumente gibt es zur Genüge, genauso wie die oben genannte Perkussion. Ein anderes, wesentliches Merkmal der traditionellen koreanischen Musik ist dies: Es gibt zwischen den Stücken keine Pause. Nicht immer, aber doch oft kann man das erleben, sollte man in Korea weilen, den unvergleichbaren musikalischen Darbietungen lauschen. Probieren Sie's doch einfach mal!