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Sehenswürdigkeiten in Gyeongju

Der Daereungwon Grabhügel Park

Der Daereungwon Grabhügel Park in Gyeongju

Daereungwon Grabhügel Park

Der Daerungwon Grabhügel Park wurde vor ca. 1500 Jahren während der Silla-Dynastie als Grabanlage für Könige und Edelleute angelegt und spiegelt gut die koreanische Kultur zu dieser Zeit wieder.
Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich zahlreiche Grabhügel, unter denen sich die Gräber selbst befinden. Während der Silla-Dynastie wurden die ehemals drei Reiche des späteren Korea geeint. Die Herrschaft der Silla dauerte von 57 v. Chr. bis 935 n. Chr. und ist damit die längste Herrschaft, die es je auf der koreanischem Halbinsel gegeben hat. Gyeongju ist während dieser langen Zeit die Hauptstadt des Reiches gewesen und der Daerungwon Grabhügel Park im Zentrum der Stadt hat somit den Reichesten und Mächtigsten des Landes als letzte Ruhestätte gedient. Bambuswälder und Lotosteiche bestimmen das Bild des Geländes, auf dem insgesamt 23 Grabanlagen untergebracht sind. Diese beiden Pflanzen sind für Korea so typisch wie für ganz Asien. Lotos gilt im Buddhismus als Symbol für Reinheit und Selbstlosigkeit, was eine schöne Symbolik für die Grabanlage schafft.

Cheonmachong-Grab

Cheonmachong-Grab

Eines der spektakulärsten Gräber im Daerungwon Grabhügel Park ist das Cheonmachong-Grab, das Archäologen erst in den 70er Jahren entdeckt haben. Das Grab ist jetzt auch für Besucher begehbar. Allerdings weiß man bis heute nicht, um wessen Grab es sich hier handelt. Das Grab hat seinen Namen von einem hier aufgefundenen Sattel, auf dem ein „Himmelsferd“ abgebildet ist. Es ist die einzige derartige Darstellung, die uns aus der Silla-Zeit bekannt ist. „Cheonmachong“ heißt frei übersetzt „Grabanlage des himmlischen Pferdes“, was auf die Besonderheit dieses einzigartigen Fundes hinweist. Ansonsten befinden sich in der „Cheonmachong“ Grabanlage 11526 weitere Artefakte sowie Kronen und zahlreiche weitere Schmuckstücke des hier bestatteten Königs. Ein eindrucksvoller Schatz, der den Reichtum und den prächtigen Lebensstil am Königshof widerspiegeln. Die Artefakte, die man heute im Inneren des Grabhügels sehen kann, sind zwar nur noch die Repliken der Grabfunde, die die Archäologen an diesem Ort entdeckt haben. Die Originale befinden sich aber nur einige Kilometer südlich der Stadt, nämlich im Gyeongju Nationalmuseum, in dem auch viele andere Relikte der Silla-Dynastie ausgestellt sind. Seit dem Jahr 2000 gehört die „Cheonmachong“ Grabanlage zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Hwangnamdaechong-Grab

Das größte Grab im Daerungwon Grabhügel Park ist 120 Meter lang und 80 Meter breit: Es handelt sich um das Doppelgrab eines Ehepaares. In diesem Grab befinden sich reiche goldene Ornamente und über 30000 Grabbeigaben. Besonders interessant und auffällig ist, dass die Beigaben für die Frau zahlreicher und wertvoller sind als die ihres Ehemannes. Man schließt von dieser Tatsache auf den Stellenwert der Frau während der Silla-Dynastie: Vermutlich war der Rang der Frau während dieser Zeit schon vor der Ehe sehr hoch. Denn auch die führende Person in der Hwarang-Erziehungsorganisation für Jugendliche war damals weiblich. Diese Organisation war maßgeblich daran beteiligt, dass das Silla-Reich die drei damals bestehenden Reiche der koreanischen Halbinsel einen konnte. Dass der Kopf dieser wichtigen Organisation eine Frau war, zeigt, dass Frauen sehr wichtig für die Silla-Dynastie waren. Genau das kann man auch an den luxuriösen Geschenken sehen, die der hier bestatteten Frau mitgegeben wurden.

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