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Sehenswürdigkeiten in Gyeongju

Die Seokguram-Grotte

Die Seokguram-Grotte in Gyeongju

Seokguram-Grotte

Bei der Seokguram-Grotte handelt es sich um eine Außenanlage, welche dem buddhistischen Bulguska-Tempel angegliedert ist. Sie befindet sich in der Nähe von der koreanischen Stadt Gyeongju, welche von dem Silla-Königreich die ehemalige Hauptstadt war. Sie überblickt das Japanische Meer, denn bei dem Berg Tohamsan liegt sie auf dem Gipfel in ungefähr 745 Meter über dem Meeresspiegel. Auf dem Höhepunkt der Silla-Kultur wurde mit dem Bau der künstlichen Grotte in dem Jahr 751 gestartet und die Fertigstellung war im Jahr 774. Im Anschluss geriet das Heiligtum in Vergessenheit, nach dem der Buddhismus in der neokonfuzianischen Joseon-Dynastie sehr an Bedeutung verlor. Dabei stürzte das Gewölbe ein und der Eingang überwucherte mit Sträuchern und Bäumen. Die Wiederentdeckung der Grotte war dann im Jahr 1909 und eine zum Teil unsachgemäße Restaurierung begann unter der japanischen Herrschaft im Jahr 1910 bis zum Jahr 1945. Eine umfassende Restaurierung erfolgte dann unter Park Chung-hee, der koreanischen Regierung, von 1961 bis 1966. Ein Holzgebäude wurde als Eingangsbereich vorgebaut und der Eingang der Grotte wurde durch eine Glasscheibe verschlossen. Dies Geschah zum Schutz vor Besuchern und zur Klimaregulierung. Die Seokguram-Grotte wurde noch in dem Jahr 1962 zu der Nummer 24 von den südkoreanischen Nationalschätzen erklärt. Der Bulguksa-Tempel, der nur vier Kilometer bergab entfernt ist und die Seokguram-Grotte wurden beide im Jahr 1995 bei der UNESCO in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.

Die Geschichte

Seokguram-Grotte

Die künstliche Grotte unterteilt sich in drei Kammern und sie besteht aus Granitblöcken, die exakt behauen wurden. Dabei wird einem metaphysischen und durchdachten Konzept bei der Abfolge der Räume gefolgt. Im Inneren befindet sich eine runde Hauptkammer mit Kuppe und dorthin gelangt man durch einen schmalen Korridor und eine rechteckige Vorkammer. Bei dem Rundbau beträgt der Durchmesser zwischen 6,60 und 6,90 Metern. Das Irdische wird durch den schmalen Korridor und durch die rechteckige Vorkammer symbolisiert. Bei dem inneren Heiligtum dienen diese zum Schutz und die Gläubigen sollen dadurch eingestimmt werden. Es sind Welthüter, Torhüter und Schutzgeister dargestellt und diese Wesen zählen zu der irdischen, vergänglichen Welt. Sie sind an den Kreislauf von Geburt, dem Tod und der Wiedergeburt gefesselt und sie unterliegen dem Gesetz der wirkenden Tat. Das Himmlische wird durch die runde innere Kammer symbolisiert und an den Wänden befinden sich Bodhisattvas und Arhats. Diese Wesen sind nicht mehr an den Kreislauf gefesselt und sind bereits erlöst. Auf einem Lotosthron unter dem künstlichen Himmelsgewölbe sitzt Buddha und er bildet den Mittelpunkt von dem Heiligtum. Gezeigt wird Siddhartha Gautama in dem Lotossitz und dabei ist die Statue 3,45 Meter hoch. Die rechte Hand liegt auf dem Knie, die linke Hand liegt in dem Schoß und die Finger zeigen nach unten. Die Erde wird mit dieser Handhabung als Zeugin für bisherige Verdienste angerufen und Buddhas Unerschütterlichkeit wird unterstrichen. Ursprünglich sollte die Statue frei stehen und der Baukörper sollte schützend umgebend sein. Die Statue sollte nicht durch ein Lehrgerüst gestört werden und deshalb wurde die Kuppel durch ein einzigartiges Verfahren gewölbt. Dabei drohten Steine nach innen zu fallen, als die Kuppen gekrümmt wurden. Mit einem Kontergewicht wurden aus diesem Grund Steine in einzelne Schichten eingefügt.

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