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Sehenswürdigkeiten in Seoul

Der Bongeunsa-Tempel

Der Bongeunsa-Tempel in Seoul

Bongeunsa Tempel

Der Bongeunsa-Tempel im heutigen Seoul wurde 794 n. Chr. im 10. Regierungsjahr von König Weongseong durch Yeonhue, den obersten Mönch des Silla-Reiches gegründet und trug ursprünglich den Namen Gyeonseongsa. Das Silla-Reich entstand im ersten Jahrhundert n. Chr. im Südosten Koreas und beherrschte im 8. Jahrhundert die koreanische Halbinsel. Nachdem im Jahr 528 der Buddhismus im Silla-Reich zur Staatsreligion erhoben worden war, erlebte der Buddhismus in den darauffolgenden Jahrhunderten in Korea eine kulturelle Blüte, wovon zahlreiche Tempel und Pagoden heute noch Zeugnis ablegen.

Nach dem Zerfall des Silla-Reiches im 10. Jahrhundert und der darauffolgenden Herrschaft des Goryeo-Reiches verfiel der Tempel. Die Zeit war geprägt von Rebellionen und Aufständen, immer wiederkehrenden Einfällen und Invasionen der Mongolen. Mitte des 13. Jahrhunderts unterwarfen die Mongolen das Königshaus des Silla-Reiches. Erst im späten 14. Jahrhundert gelang die Befreiung von der mongolischen Besatzung und die Joseon-Dynastie etablierte sich.
Die Joseon-Dynastie führte den Konfuzianismus als Staatsreligion ein, unterdrückte den Buddhismus und reduzierte den Status der buddhistischen Mönche auf die unterste gesellschaftliche Stufe.
Im Jahre 1498 veranlasste Königin Jeonghyeon die Wiedererrichtung des verfallenen Tempels. Der Tempel, der ursprünglich südwestlich des Mausoleums von König Seongjong lag, wurde nun östlich des Grabes neu aufgebaut und erhielt seinen heutigen Namen: Bongeunsa.

Bongeunsa Tempel

Mitte des 16. Jahrhunderts verbesserte sich die Lage der Buddhisten durch Königin Munjeong, die dem Buddhismus freundlich gesinnt war. Im Jahre 1548 übertrug sie die Verwaltung des Bongeunsa-Tempels dem Mönch Bo-wu, der eine zentrale Rolle bei der Wiederherstellung der buddhistischen Ordensstruktur spielte. Bereits drei Jahre später, im Jahre 1551, wurde der Bongeunsa-Tempel der Haupttempel des Jogye-Seon-Ordens und damit das Zentrum, von dem die Erneuerung des koreanischen Buddhismus ausging.
Der Bongeunsa-Tempel wurde im Jahre 1562 nochmals ungefähr einen Kilometer nach Norden versetzt. Das ist der Standort, an dem sich der Tempel heute befindet. Viele Gebäude des Tempels wurden während des Koreakrieges zwischen 1950–1953 beschädigt. Daher besteht der Großteil der Baustruktur aus jüngerer Zeit.
Die ältesten erhaltenen Gebäude stammen aus der Zeit der Joseon-Dynastie: die Haupthalle, die Grdhrakuta-Halle (Yeongsanjeon) und die Sutra-Halle (Panjeon). Im Panjeon werden knapp 3.500 Holzblockinschriften ausgestellt, auf denen die Abatamsaka/Avatamsaka Sutras niedergeschrieben sind. Im hinteren Bereich des Tempelbezirks steht eine 23 m hohe Buddha-Statue, die höchste in Korea.

In den 1960er Jahren wurde im Bongeunsa-Tempel ein Kloster für Studenten gegründet, deren Wunsch und Ziel es ist, sich dem Studium und der Praxis des Buddhismus zu widmen.
Heute ist der Bongeunsa-Tempel einer der bedeutendsten buddhistischen Tempel in Korea. Besuchern des Tempels wird ein zweistündiges Programm angeboten, das eine Führung durch den Tempel beinhaltet, eine Meditation, eine Teezeremonie (Da-do) und das Erlernen traditionellen Papierfaltens von Laternen in Lotusform. Auch besteht die Möglichkeit eines zweitägigen Aufenthalts im Kloster, um buddhistische Meditation und das buddhistische Klosterleben kennenzulernen.

Bongeunsa Tempel Bongeunsa Tempel Bongeunsa Tempel