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Sehenswürdigkeiten in Seoul

Der Changdeokgung Palast

Allgemeines zum Changdeokgung-Palast

Changdeokgung Palast

Changdeokgung („Palast der glänzenden Tugend“) ist einer von nur noch fünf erhaltenen Königspalästen der Joseon-Dynastie in der Hauptstadt Südkoreas Seoul.
Als zweiter Palast wurde er zwischen 1405 und 1412 neben Gyeongbokgung („Palast des glänzenden Glücks“) errichtet, welcher die eigentliche Hauptresidenz der Joseon-Dynastie war.
Wegen seiner östlichen Lage neben Gyeongbokgung wurde er synonym auch Dongwol genannt, was so viel wie „Ostpalast“ bedeutet.

Geschichtliche Fakten

Wie schon oben erwähnt betrug die Bauzeit sieben Jahre, also von 1405 bis 1412. Im Jahre 1592 kam es zur sogenannten Hideyoshi-Invasion, bei der Changdeokgung in Brand gesetzt wurde; der 15. König „Kwan Naegum“ ließ diesen 19 Jahre darauf wieder errichten. Nach die Arbeiten vollendet worden waren, fand der Palast im Jahre 1872 seine Verwendung als königliche Residenz und Sitz der Regierung. Im Changdeokgung lebte Koreas letzter König, König Sunjong, ab 1907. Er trat 1910 von seinem Amt zurück und verstarb 1926, wobei dessen Nachfahren, die letzten königlichen Familienmitglieder, trotzdem bis 1989 den Palast bewohnten. Angeblich sollten bis zur Amtszeit des vorletzten Königs 13 Herrscher im Palast gelebt haben.

Im Zeitraum von 1910 bis 1945 war Korea eine Provinz Japans und daher war Japanisch auch die Nationalsprache. Aus diesem Grund wurden die „Hanja“ bzw. „Kanji“ des Palastnamens (japanisch 昌徳宮) ausgesprochen und der Changdeokgung hieß damals „Shōtokyū“.

Die UNESCO nahm im Jahre 1997 den Palast in die „Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit“ auf.

Das gibt's zu sehen

Changdeokgung Palast

Der Palast „Changdeokgung“ ist in drei Teilbereiche untergliedert, bei welchen es sich um einen Verwaltungsbereich, einem Wohnbereich und dem hinteren beziehungsweise Garten handelt.

Dem Verwaltungsbereich gehörten das Haupttor, die Steinbrücke, die Audienzhalle und das Arbeitszimmer des Königs, die „Seonjeongjeon“, an.

Im Wohnbereich findet man sowohl die Privatgemächer des Königs („Huije“) als auch die der Königin („Daejojeon“) und Nakseonjae, welche die letzte Residenz der königlichen Familie war.

Als Hauptattraktion gilt aber der hintere („Huwon“) bzw. geheime Garten („Biwon“). Dieser umfasst eine Gesamtfläche von circa 32 Hektar und harmoniert richtig zum hügeligen Terrain. In ihm findet man zahlreiche Pavillons, Lotussteiche, sowie unzählige Bäumen, von denen heute einige sogar über 300 Jahre alt sind.

Weitere Informationen zum Highlight „geheimer Garten“

Ursprünglich in der Geschichte hatten nur das Oberhaupt und die Angehörigen der königlichen Familie die Erlaubnis, durch das Tor hindurchzugehen und den „Geheimen Garten“ zu betreten. Eigentlich hieß der Garten „Verbotener Garten“, da sich selbst die höchsten Offiziere nicht trauten, den Garten des Königs ohne dessen Erlaubnis zu betreten. Heute nennen ihn die Koreaner „geheimer Garten“, was von seinem Namen im 19. Jahrhundert abgeleitet worden ist. Seitdem der Palast 1872 nicht mehr als Herrschersitz genutzt wurde und im Jahre 1907 von Grund auf neu gestaltet wurde, sind die Tore zum „geheimen Garten“ für die gesamte Weltbevölkerung geöffnet, sodass sie das Grundstück uneingeschränkt betreten dürfen. Ihnen ist es sogar auch gewährt, „Die Halle der strahlenden Regierung“, sowie die fantasiereichen und großflächigen Gartenareale zu betreten, was früher nur dem Herrscher gestattet war. Außerdem findet man dort zahlreiche Seen und einige kleine versteckte Häuschen, die mit ihrer Bauart stark an den traditionellen, japanischen Baustil erinnern.

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