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Der Gyeongbokgung Palast

Der Gyeongbokgung Palast in Seoul

Gyeongbokgung Palast

Gyeongbokgung heißt soviel wie „Strahlende Glückseligkeit“ und ist ein Palast der Joseon Dynastie. Erbaut wurde er unter König Taejo. Er ist der erste von fünf Palästen, die während der Joseon Dynastie von 1392 bis 1897 (inzwischen auch bekannt unter dem Namen Yi-Dynastie) erbaut wurden. Der Gyeongbokgung Palast wurde 1395 fertig gestellt und ist gleichzeitig der größte der fünf Paläste. Er steht bis heute in der Süd-Koreanischen Stadt Seoul. Bis zu seiner zeitweisen Zerstörung im Imjin-Krieg im Jahr 1592 diente er als Residenz für den König. Er zählt zu den schillerndsten Bauwerken im Süd Koreanischen Pagoden-Stil.

Niedergebrannt und auferstanden: Die Geschichte des Gyeongbokgung Palastes

König Taejo, der erste König und Begründer der Joseon-Dynastie, war 1394 der Auftraggeber des Palastbaus. Bis 1450 lebten vier Könige im Gyeongbokgung Palast, der stetig erweitert wurde. Im Jahre 1553 jedoch wurde der Palast zu einem großen Teil von einem Feuer zerstört und im Folgejahr, unter König Myeongjong behutsam renoviert. Vierzig Jahre später allerdings wurde der Palast während der Japanischen Invasion Koreas in den Jahren 1592 bis 1598 fast vollständig niedergebrannt. Er wurde nicht wieder aufgebaut und lag in den folgenden drei Jahrhunderten in Trümmern. Erst 1867 nahm sich König Daewongun den Trümmern an und ließ den Palast erneut errichten. Dieses Mal größer denn je: 330 Gebäude mit insgesamt 5792 Zimmern ließen den Gyeongbokgung Palast wieder zum Symbol von Korea und seiner Königsfamilie werden. Kaiser Gojong war 1895 jedoch der letzte dieser Königsfamilie, der den Palast bewohnte: Als 1895 seine Frau von japanischen Agenten ermordet wurde, verließ er den Palast. Keine Königsfamilie kehrte jemals wieder dorthin zurück.

Gyeongbokgung Palast

Die Japanische Regierung, deren Kolonie Korea im 19. und 20. Jahrhundert war, begann 1911 mit dem schrittweisen Abbauen des Palastes. Lediglich zehn der 330 Gebäude blieben übrig. Die Regierung veranstaltete nun Ausstellungen in den übrig gebliebenen Gebäuden des ehemaligen Kaiserpalastes. Um das nationale, koreanische Erbe zu schwächen, ließ die japanische Regierung 1926 das japanische Regierungsgebäude direkt vor dem übrig gebliebenen Hauptgebäude und Thronsaal des Gyeongbokgung Palastes errichten. Das Hauptgebäude abzureißen jedoch zog sie nicht in Erwägung.

Nach Beendigung der Japanischen Herrschaft beschloss die koreanische Regierung 1989 einen vierzig-Jahres-Plan zum behutsamen Wiederaufbau der zerstörten Teile des Palastes. 1995 wurde dazu, nach langer Diskussion, das japanische Regierungsgebäude abgerissen. 2009 waren etwa 40 Prozent der ehemaligen Strukturen wieder aufgebaut.

Was heute noch steht: Die noch erhaltenen Teile des Gyeongbokgung

Abgesehen von einigen Gebäuden stehen noch sechs Tore. Das Haupttor im Süden, Gwanghwamun, das Osttor Geonchunmun, das Westtor Yeongchumun, das Nordtor Sinmumun sowie zwei innere Tore, das Heungnyemun und das Geunjeongmun. Eingeteilt ist das Gelände des Palasts in zwei Bereiche, den inneren und den äußeren. Der innere besteht aus den Wohnräumen der Könige, im äußeren stehen unter anderem der Thronsaal Geunjeongjeon und das Verwaltungsgebäude Sajeongjeon. Abgesehen von den beiden Pavillons Gyeonghoeru (Königliche Festhalle) und Hyangwonjeong sind vor allem die Räumlichkeiten des Prinzen, Jaseondang und Bihyeongak, beeindruckend. Auf dem Gelände bekommt man einen vagen Eindruck von der beeindruckenden Größe des ursprünglichen Palastes: 432703 Quadratmeter, so viel wie 57 Fußballfelder.

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