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UNESCO Weltkulturerbe & Weltnaturerbe in Korea

Die Dolmenstätten von Gochang, Hwasun und Ganghwado

Eine architektonische Meisterleistung der Vorgeschichte

Die Dolmenstätten von Gochang, Hwasun und Ganghwado

Die Dolmenstätten von Gochang, Hwasun und Ganghwado in Südkorea wurden ungefähr im ersten Jahrtausend vor Christus von den Menschen der Frühzeit als Grabstätte der weltweiten Megalithkultur errichtet, um den Leichnam derjenigen, die sich als würdig erwiesen haben, vor Verwitterung und Tierangriffen zu schützen.

Die Dolmen in Gochang sind Unesco Weltkulturebe.

Dieses Weltkulturerbe verfügt über die geballteste Ansammlung und erstaunlichste Vielfalt an Dolmen weltweit. Sie liefern nicht nur wichtige Hinweise über die Art der Gewinnung der Steine, ihren Transport und ihre besondere Aufstellung, sondern auch über die Entwicklung der Dolmen über die Zeit hinweg im Nordosten Asiens. Diese globale prähistorische Technologie und das damit verbundene soziale Phänomen einer entwickelten Kultur, ist in keinem Land der Welt so anschaulich und lebendig vorzufinden als in den Dolmenstätten von Gochang, Hwasun und Ganghwado in Südkorea. Damit gelten sie seit 2000 für die UNESCO als Weltkulturerbe.

Die Gochang Dolmen gehören zum Welterbe der Unesco. Über 254 Dolmen, die zum Unesco Weltkulturerbe gehören, gibt es in Gochan in Südkorea.

Dolmen sind ein Manifest der weltweiten Megalithenkultur, vor allem in der Jungsteinzeit (Neolithikum) und im Bronzezeitalter des zweiten und ersten Jahrtausends vor Christus. Durch das Aufkommen neuer Technologien entstand der Brauch große Steine in dieser Kultur zu rituellen Zwecken zu verwenden. Dies äußerte sich durch das Anordnen von Steinen in einer geraden Linie und rituellen Zirkeln, wie dem Stonehenge in England, Sterbezimmern wie beispielsweise den Brú na Bóinne in Irland, sowie Grabstätten wie sie in Westafrika vorzufinden sind. Sie wurden meist eher als einfache Grabstätten auf dem Leichnam oder der Knochen von hochrangigen Stammesmitgliedern im neolithischen- und Bronzezeitalter erbaut, um ihre Würde vor der Verwitterung und möglichen Tierangriffen zu bewahren. Die Megalithen sind vor allem ein typisches Merkmal der östlichen und asiatischen Vorgeschichte im ersten Jahrtausend vor Christus. Man findet sie hauptsächlich im Westen Chinas, wie in Tibet, Sichuan oder Gansu, sowie in den Küstenregionen am Becken des Gelben Meeres auf der Halbinsel Shandong und im Nordwesten Kyushus in Japan. Man nimmt an, dass die Dolmen auf der koreanischen Halbinsel erst im Bronzezeitalter entstanden seien. Nach archäologischen Angaben wird der Erbau in Gochang auf das siebte Jahrhundert vor Christus geschätzt, wobei die Arbeiten bis zum dritten Jahrhundert vor Christus aus unbekannten Gründen unterbrochen wurden. Die Megalithen von Hwasun sind etwas jünger und wurden im sechsten und fünften Jahrhundert vor Christus errichtet. Leider gibt es keine ausreichenden Informationen über die Entstehung in Ganghwado, aber man geht davon aus, dass sie sogar noch früher erbaut wurden.

Zum Weltkulturerbe Südkorea gehören die Dolmen in Gochang.

Dolmen bestehen üblicherweise aus zwei oder mehreren schlichten Steinplatten, die einen großen sogenannten Deckenstein stützen. Sie werden generell auf Friedhöfen in höheren Gegenden vorgefunden, damit sie von der Siedlung derjenigen gesehen werden konnten, die sie erbaut hatten. In Ostasien bilden sich aufgrund ihrer Form zwei Hauptgruppen von Dolmen heraus: Zum einen, den Tisch, der typisch für den Norden ist und über der Erde erbaut wurde und zum anderen, das Brett, das typisch für den Süden ist und unter der Erde gebaut wurde. Hierbei bilden Steinplatten oder gestapelte Steine die Wände, wobei der Deckenstein von mehreren auf dem Boden liegenden Steinen gestützt wird. Beim Tisch werden vier Steinplatten so angeordnet, dass ein Kasten entsteht auf dem ein großer Deckenstein platziert wird. Die Dolmenstätte Gochang ist die größte und vielfältigste von allen im Zentrum des Dorfes Maesan. Die meisten Dolmen befinden sich auf 15 bis 50 Meter Höhe am südlichen Fuß der Berge. Insgesamt sind dort 442 Dolmen unterschiedlicher Art verzeichnet, ausgehend von der Form ihres Deckensteins. Die Dolmenstätte Hwasun befindet sich auf den niedrigeren Berghängen entlang des Jiseokgang Sees. Einige Dolmen sind in dieser Gegend leider weniger intakt als die in Gochang, weswegen ihre Anzahl zwischen 129 und 158 schwankt. Die letzte Dolmenstätte liegt auf der Küstenseite der gleichnamigen Insel Ganghwa entlang ihrer Berghänge. Sie sind vergleichsweise höher und von merkbar früheren Zeiten.

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