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UNESCO Weltkulturerbe & Weltnaturerbe in Korea

Königliche Gräber der Joseon-Dynastie

Die Königlichen Gräber – Zeugnisse der Joseon-Dynastie

Königliche Gräber der Joseon-Dynastie

Insgesamt 40 Grabstätten, in denen sich die Gebeine der Machthaber der südkoreanischen Joseon-Dynastie befinden, bilden das „UNESCO Weltkulturerbe – Südkorea – Die Königlichen Gräber der Joseon-Dynastie“. Auf einem 2200 Hektar großen Gebiet wurden die beeindruckenden Gräber kontinuierlich ab dem 14. Jahrhundert bis in die Moderne hinein errichtet. Der sich über die Jahrhunderte verändernde Baustil macht sich durch leichte Abwandlungen in den Verzierungen der Grabmäler bemerkbar, in Ausrichtung und Lage entsprechen die Stätten jedoch demselben Schema.

Die Einzigartigkeit der Königlichen Gräber

Die internationale Organisation UNESCO fördert seit mehreren Jahrzehnten Projekte im Bereich der Erziehung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. In kulturellen Fragen übernimmt das World Heritage Committee der UNESCO die administrativen Aufgaben für das sogenannte Welterbe der Menschheit, auch bekannt als das Weltkultur- oder Weltnaturerbe.

Mit diesem ehrenvollen Titel werden hervorragend erhaltene Stätten wie das UNESCO Weltkulturerbe in Südkorea, die Königlichen Gräber der Joseon-Dynastie, versehen, da sie durch ihren makellosen Zustand die Riten und Traditionen einer längst vergangenen Ära wiedergeben können.

Die Geschichte der Gräber

Im Jahre 1932 gründete der General der Goryeo-Dynastie, Yi Song-gye, der eigentlich einen Krieg gegen die Ming-Dynastie in China führen sollte, mit dem chinesischen Feind die Joseon-Dynastie. Zur letzten Ehre der verstorbenen Könige und ihrer Familien wurden die Königlichen Gräber in Form von Einzel- und Familiengräbern errichtet. Jedoch gab es zwei „Grabklassen“: Auf der einen Seite die Neung-Gräber für die Könige und Königinnen, auf der anderen Seite die Won-Gräber für die Thronanwärter und ihre adeligen Familien. Lediglich zwei Könige wurden nicht in den Königlichen Gräbern beerdigt, da sie vor ihrem Tode ihres Ranges enthoben wurden.

Ihr Ende fand die Joseon-Dynastie nach über 500 Jahren in der Ausrufung von Groß-Korea, die Königlichen Gräber wurden jedoch bis ins Jahre 1910 weiter ausgebaut.

Das Monument

Die Bauart der verschiedenen Gräber gewährt einen tiefen Einblick in die Stilentwicklung der Architektur über die gigantische Zeitspanne eines halben Jahrtausends. Dennoch gibt es einige architektonische Aspekte, z. B. das Bestreben größtmögliche Harmonie zur Natur zu schaffen, die sich über die Jahrhunderte konstant fortgesetzt haben.

Um mit der Natur zu harmonieren, müssen die Lage und die Ausrichtung des Grabes gewisse Richtlinien erfüllen, die durch die Texte des Konfuzianismus bestimmt werden. Die Entfernung der Gräber zur Hauptstadt Seoul, der Zwischenraum zwischen den einzelnen Grabstätten und der Einstieg in diese sind dabei wichtige Anhaltspunkte.

Zudem gibt es zwei Prinzipien, das Baesanmsu und das Bisbanbiya Prinzip, auf die sich die Grabarchitekten beziehen müssen. Diese Vorgaben besagen, dass sich die Grabstätte zwar hinter einem Berg mit einem davor gelegenen Fluss, aber nicht auf einer Anhöhe oder eine Ebene befinden darf. Die ideale Lage eines solchen Grabes ist heilig und wird Myeondang genannt.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine gewisse Struktur im Aufbau der Gräber, die vor allem durch die Riten und Gebräuche zu Ehren der Toten geprägt wurden. Demnach gehören ein rotes, einfach gestaltetes Eingangstor und ein Gebäude für die Ahnenriten unweigerlich zu der Grabstätte dazu. Die rundlichen Grabhügel, die von steinernen Pferden und Kriegern bewacht werden, sind mit dem Eingangstor durch einen schmalen Pfad verbunden.

Die hauchfeinen Unterschiede zwischen den einzelnen Gräbern äußern sich in den Verzierungen und Ausschmückungen, die sich trotz fünfhundertjähriger Bauzeit nur minimal verändert haben.

Zum Schutz der kunstvollen Bauten wurden diese rigoros von der Umwelt und anderen Gebieten abgeriegelt. Sogar in Zeiten der rasch voranschreitenden Modernisierung ist der 400 Hektar große Schutzwall um das UNESCO Weltkulturerbe bestehen geblieben. So sind die Gräber heutzutage nicht nur Zeugen einer vergangenen Kultur, sondern auch beliebte Grünflecken, die sich zu Erholungsgebieten innerhalb der dicht besiedelten Hauptstadt entwickelt haben.

UNESCO Weltkulturerbe in Korea

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