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UNESCO Weltkulturerbe & Weltnaturerbe in Korea

Grottentempel Seokguram und der Tempel Bulguksa in Gyeongju

Grottentempel Seokguram und der Tempel Bulguksa in Gyeongju

Der Tempelkomplex Bulguksa samt der Grotte Seokguram in Südkorea gilt als ein Meisterwerk und Höhepunkt buddhistischer Kunst. Er liegt in der Nähe der Stadt Gyeongju, einst die Hauptstadt des Königreiches Silla, das zeitlich etwa die Periode des 1. Jahrtausends n. Chr. abdeckt.

Wegen der herausragenden Architektur und der zahlreichen Bildnisse und Statuen als Zeugnisse des Buddhismus und seiner Kunst wurden Bulguksa und Seokguram 1995 in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.

Die Geschichte des UNESCO Weltkulturerbe – Südkorea – Grottentempel Seokguram und der Tempel Bulguksa in Gyeongju reicht zurück bis ins 8. Jahrhundert n. Chr. Den Auftrag zum Bau des Tempels gab der damalige König der Silla, Gyeongdeok, die Aufsicht hatte sein Premierminister Kim Dae-song. Bulguksa ersetzte einen im Jahre 528 errichteten kleinen Gebetstempel des Königs Beopheung und seiner Gattin, der zur Zeit der Neuerrichtung aber bereits verfallen war. Im Jahre 774 wurde die neue Anlage fertiggestellt und erhielt ihren Namen Bulguksa, was „Tempel des Landes Buddhas“ heißt. Südkorea unesco weltkulturerbe seoguram grotte buddhaDieser Begriff ist zweideutig, denn der Tempel dient der Darstellung sowohl des irdischen als auch des himmlischen Aufenthaltsortes Buddhas. Im Lauf der Jahrhunderte wurde er auf Grund von Bränden, Zerstörungen und Plünderungen mehrfach renoviert bzw. wiederaufgebaut und vergrößert. Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt Bulguksa in den Jahren 1969 bis 1973 nach ausgiebigen archäologischen Untersuchungen während der Präsidentschaft von Park Chung-hee. Die Steinbauten stammen alle noch original aus der Zeit der Silla und blieben bei der Rekonstruktion komplett erhalten.
Die Grotte Seokguram ist dem Tempel angegliedert. Diese Außenanlage liegt etwa 745 Meter hoch auf dem Gipfel des Berges Tohamsan. Es handelt sich um eine künstliche Grotte, die während der Tempelerrichtung um die ursprünglich frei stehende Statue des Buddha Siddhartha Gautama herumgebaut wurde. Als ab dem 14. Jahrhundert der Konfuzianismus in Korea die Überhand gewann und der Buddhismus an Bedeutung verlor, geriet die Grotte in Vergessenheit. Der Eingang wurde von Pflanzen überwuchert und Teile des Gewölbes stürzten ein. Wiederentdeckt wurde sie 1909. Um sie vor Klimaeinflüssen und Besuchern zu schützen, wurde der Eingang mit einer Glasscheibe und einem Vorbau versehen.Südkorea unesco seoguram grotte landschaft

Über eine Treppe mit 33 Stufen, die die 33 Stufen zur Erleuchtung symbolisieren, und durch das „Tor des purpurfarbenen Nebels“ (Jahamun) erreicht man den Hof der Tempelanlage Bulguksa. In der Mitte befindet sich die „Halle der großen Erleuchtung“ (Daeungjeon). Sie wurde im 16. Jahrhundert zerstört und im Zuge der o.g. Rekonstruktion wieder aufgebaut. Zwischen Tor und Halle stehen zwei Pagoden aus Stein, die Seokgatap- und die Dabotap-Pagode. Erstere ist etwa 8,20 Meter hoch und von schlichter Architektur, letztere 10,40 Meter und sehr ungewöhnlich konstruiert. Sie gehört zu den wichtigsten Zeugnissen buddhistischer Kunst weltweit. An der Rückseite der Tempelanlage befindet sich das größte Gebäude, die „Halle ohne Worte“. Sie steht dafür, dass der Glaube Buddhas nicht allein mit Worten gelehrt und gelernt werden kann. Im Norden der Anlage stehen die Kwaneum-Jeon- und die Biro-Jeon-Halle mit einer Statue des Vairovana Buddha aus vergoldeter Bronze. Davor erhebt sich ein Reliquienbehälter, die Sarira-Stupa. In Richtung Westen wird Bulguksa durch einen zweiten, kleineren Tempelhof abgeschlossen, der kleiner ist, aber von der Form her der Hauptanlage ähnelt. Eine zweiteilige Treppenanlage führt durch das „Tor des reinen Landes“ zur „Paradieshalle“ mit einer ebenfalls vergoldeten Bronzestatue des Amitabha Budda.
Die Seokguram-Grotte besteht aus Granitblöcken und ist in drei Kammern gegliedert. Vorraum und Korridor stehen als Symbol für das Irdische, die Hauptkammer dagegen das Himmlische. Sie ist rund und enthält die 3,45 Meter hohe Statue Buddhas, der auf einem Lotosthron sitzt.
Die Treppenanlagen, die beiden Steinpagoden, die vergoldeten Statuen, der Reliquienbehälter und die Seokguram-Grotte gehören zu den koreanischen Nationalschätzen.

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