Grotte als Meisterwerk buddhistischer Kunst
Im 8. Jahrhundert wurde die Seokguram-Grotte (UNESCO-Welterbe) auf dem Berg Tohamsan unweit der Stadt Gyeongju erbaut. Sie ist bekannt als Paradebeispiel der buddhistischen Kunst im ehemaligen Silla-Reich. Zentrum der Grotte ist ein etwa dreieinhalb Meter hohe, sitzende Statue, die Buddha Shakyamuni darstellt. Um sie herum verläuft eine reich verzierte Steinmauer, in die verschiedene Himmelswesen und Bodhisattvas integriert sind.
Tempel des Silla-Reichs mit Nationalschätzen
Ein weiteres kulturelles Relikt des Silla-Reichs ist der Tempel Bulguksa (UNESCO-Weltkulturerbe) im Umland von Gyeongju. Seine Bauzeit fällt auf das achte Jahrhundert und ist geprägt von der damaligen Silla-Kultur sowie dem Buddhismus. Wie Yin und Yang stehen die beiden wichtigsten Pagoden Dabotap und Seokgatap im Zentrum der Anlage.
Die Hügelgräber der Silla-Könige
Zu den Bestattungsritualen der Silla-Zeit gehören klassische Hügelgräber, in denen Könige und Adlige höchsten Standes zusammen mit Grabbeigaben beigesetzt wurden. Im Königsgräberpark Daereungwon lassen sich einige erhaltene Hügelgräber aus der Nähe betrachten. Neben ihnen gibt es auch eine zugängliche Grabkammer, das Cheonmachong-Grab. In ihr erhalten wir nicht nur einen Eindruck von der Struktur und Gestaltung der Hügelgräber, sondern sehen auch Artefakte der Silla-Kultur.
Asiens älteste Sternwarte
Als letzte Aktivität dieses Reisetags unternehmen wir eine gemeinsame Fahrradtour. Diese führt uns zunächst zur Sternwarte Cheomseongdae aus dem 7. Jahrhundert. Sie ist die älteste noch erhaltene Sternwarte in ganz Asien und für ihre besondere Architektur im Stil des Silla-Reichs bekannt.
Ein Teich für den Silla-König
Ehemals eingebettet in das Gelände der königlichen Residenz von Gyeongju ist der Anapji-Teich ein Kleinod für Wasservögel und andere tierische Bewohner. Er ist der zweite Stopp unserer Radtour. Zum Teich gehören außerdem drei rekonstruierte Pavillons, die an die Pracht der Silla-Architektur erinnern.
Prächtige Schätze im Museum
Ebenfalls mit dem Fahrrad erreichen wir schließlich das Nationalmuseum von Gyeongju. Es enthält eine geräumige Ausstellung rund um archäologische Fundstücke aus der Silla-Zeit, die in Königsgräbern, dem Anapji-Teich und weiteren Ausgrabungsstätten gefunden wurden. Zu den faszinierendsten Exponaten zählt die Königskrone aus Gold, welche im Cheonmachong-Grab gefunden wurde.