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    Königsgräber der Joseon-Dynastie

    Insgesamt 40 Grabstätten, in denen sich die Gebeine der Könige und Königinnen der koreanischen Joseon-Dynastie befinden, bilden das UNESCO-Weltkulturerbe „Königsgräber der Joseon-Dynastie“. Auf 18 verschiedenen Arealen, die einst allesamt außerhalb der Hauptstadt Seoul lagen und heute teils in selbiger, teils in der Provinz Gyeonggi-do zu finden sind, wurden die beeindruckenden Gräber kontinuierlich ab dem 14. Jahrhundert errichtet. Der sich über die Jahrhunderte verändernde Baustil macht sich durch leichte Abwandlungen in den Verzierungen der Grabmäler bemerkbar, in Ausrichtung und Lage entsprechen die Stätten jedoch stets demselben Schema.

    Die Einzigartigkeit der königlichen Gräber

    Den hervorragend erhaltenen Königsgräbern wurde 2009 der Titel des UNESCO-Weltkulturerbes verliehen. Durch ihren makellosen Zustand können hier die Riten und Traditionen einer längst vergangenen Ära nacherlebt werden.

    Die Geschichte der Gräber

    Im Jahre 1392 überwarf der General Yi Seong-gye die Herrscher des Goryeo-Reiches und gründete die Joseon-Dynastie. Zur letzten Ehre der verstorbenen Könige und Königinnen wurden Gräber in Form von Einzel- und Gruppengräbern errichtet. Zum Weltkulturerbe gehören insgesamt 40 Grabstätten in 18 verschiedenen Clustern, in denen die Könige und Königinnen der Dynastie sowie postum zum König ernannte Familienmitglieder bestatten wurden. Ihr Ende fand die Joseon-Dynastie nach über 500 Jahren 1910, als Japan die Koreanische Halbinsel kolonialisierte.

    Die Grabmonumente

    Die Bauart der verschiedenen Gräber gewährt Einblicke in die Stilentwicklung der Ornamentik über eine enorme Zeitspanne von fünf Jahrhunderten. Dennoch gibt es einige architektonische Aspekte, z. B. das Bestreben, größtmögliche Harmonie mit der Natur zu schaffen, die sich über die Jahrhunderte konstant fortgesetzt haben.

    Um mit der Natur zu harmonieren, mussten Lage und Ausrichtung eines Grabes gewisse Richtlinien erfüllen, die durch die Texte des Konfuzianismus bestimmt wurden. Die Entfernung der Gräber zur Hauptstadt Seoul, der Zwischenraum zwischen den einzelnen Grabstätten und die natürliche Umgebung waren dabei wichtige Anhaltspunkte. Andere Vorgaben besagten, dass sich die Grabstätte zwar hinter einem Berg mit einem davor gelegenen Fluss, aber nicht auf einer Anhöhe oder eine Ebene befinden durfte. Die ideale Lage eines solchen Grabes war heilig und wurde Myeondang genannt.

    Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine gewisse Struktur im Aufbau der Gräber, die vor allem durch die Riten und Gebräuche zu Ehren der Toten geprägt wurde. Demnach gehören ein rotes, einfach gestaltetes Eingangstor und ein Gebäude für die Ahnenriten unweigerlich zu der Grabstätte dazu. Die rundlichen Grabhügel, die von steinernen Pferden und Kriegern bewacht werden, sind mit dem Eingangstor durch einen schmalen Pfad verbunden. Die hauchfeinen Unterschiede zwischen den einzelnen Gräbern äußern sich in den Verzierungen und Ausschmückungen, die sich trotz der fünfhundertjährigen Zeitspanne nur minimal verändert haben.

    Trotz der rasch voranschreitenden Modernisierung sind die Grabkomplexe in einem guten Erhaltungszustand. So sind die Gräber heutzutage nicht nur Zeugen einer vergangenen Kultur, sondern auch beliebte Grünflecken, die sich zu Erholungsgebieten innerhalb der dicht besiedelten Hauptstadtregion entwickelt haben.

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