Die Seokguram Grotte in Südkorea: Ein UNESCO-Weltkulturerbe und Meisterwerk der buddhistischen Kunst in Gyeongju
Die Seokguram-Grotte liegt auf dem Berg Tohamsan östlich von Gyeongju. Sie gilt als Meisterwerk und Höhepunkt buddhistisch inspirierter Kunst und Architektur in Korea und ganz Ostasien. Die Grotte wurde zwischen 751 und 774 während der Blütezeit des Königreiches Silla erbaut, das von der Reichseinigung 668 bis zu seinem Untergang 935 einen Großteil der Koreanischen Halbinsel beherrschte. Wegen ihres herausragenden historischen, architektonischen und künstlerischen Werts wurde die Seokguram-Grotte 1995 gemeinsam mit dem Tempel Bulguksa in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Der Bau der Seokguram-Grotte geht auf den damaligen Premierminister Sillas Kim Daeseong zurück. Einer alten Legende zufolge widmete er sie seinen Eltern aus einem früheren Leben, während der Tempel Bulguksa, dem die Grotte unterstellt ist, für seine Eltern aus seinem jetzigen Leben gedacht war. Die Seokguram-Grotte liegt auf dem zur Silla-Zeit als heilig verehrten Berg Tohamsan in etwa 745 m Höhe. Als ab dem 14. Jahrhundert der Neokonfuzianismus in Korea die Oberhand gewann und der Buddhismus an Bedeutung verlor, geriet die Grotte allmählich in Vergessenheit. Der Eingang wurde von Pflanzen überwuchert und Teile des Gewölbes stürzten ein. Während der japanischen Kolonialzeit wurde die Grotte wiederentdeckt und unsachgemäß restauriert, was zu Problemen mit Feuchtigkeit und Erosion führte. Heute befindet sich vor dem Eingang eine Glasscheibe mit einem Vorbau, um das Innere vor Klimaeinflüssen und einem zunehmenden Besucheransturm zu schützen.
Während den Buddhisten in China, von wo der Buddhismus nach Korea gelangte, viele natürliche Grotten zur Verfügung standen, kommen diese auf der Koreanischen Halbinsel wesentlich seltener vor. Die Seokguram-Grotte wurde daher künstlich angelegt. Sie besteht aus Granitblöcken und ist in drei Abschnitte gegliedert. Der vordere, rechteckig gestaltete Bereich mit seinen Wächterdarstellungen steht für das Irdische, der Korridor dahinter mit den vier Himmelskönigen dient als Zwischenbereich, der schließlich zur inneren Rotunde führt, die die Welt Buddhas symbolisieren soll. In ihrer Mitte thront, umgeben von Bodhisattvas und anderen erleuchteten Wesen, eine 3,45 m hohe Statue des historischen Buddha, die auf einem Lotosthron sitzt. Diese ebenfalls aus Granit gefertigte Statue zählt zu den bedeutendsten buddhistischen Kunstwerken der Welt und wird auch als das „Lächeln Sillas“ bezeichnet.
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